Kurzweekend Sommer auf dem Kaiserhof

Der Mai 2010 hatte es in sich: Nach dem Springweekend auf dem Reiterhof Konle gings für eine Gruppe gleich weiter zum Dressurweekend auf den Kaiserhof, während Victoria und Monique nach Holland zum SRNC aufbrachen. Noch ist die erste Jahreshälfte kaum vorbei, da schwinden leider schon unsere Ferientage dahin; deshalb verliessen wir für einmal Bern erst am Freitagabend und kauften anstelle des studifreundlichen BaWü-Ticket eine ICE-Fahrkarte. Die reservierten Plätze zeigten sich als eine gute Idee, denn alle scheinen irgendwie Bern am Weekend verlassen zu müssen. Die Zugfahrt ging wie im Fluge vorbei und natürlich erheiterten wir wiederum mit unseren langen Dressurgerten (und deren Verstauungsproblemen) einige Mitreisende. Nach der Ankunft freuten sich alle über ihre zugeteilten Pferde und insbesondere Addi war froh, dass auch sie als Kleinste nicht auf den Ponys reiten musste. Leider fiel Lieblingspferd Kaschi für dieses Wochenende wegen einer Verletzung aus, doch der Arme wurde von uns mit vielen Rüben getröstet. Auch die anderen Pferde durften sich natürlich ihre Bäuche mit unseren Mitbringseln vollschlagen, wobei ein Pony im David-Bowie-Look für grosses Gelächter sorgte. Mit einigen Flaschen Wein machten wir später ein Brainstorming für den Event am 25. September - und konnten kaum mehr aufhören. Die Kreativität der ARKköpfe schien unerschöpflich zu sein und doch mussten wir abbrechen, weil uns am Samstag zwei intensive Reitstunden erwarteten. Übrigens: Wenn wir am 25. September nur halb so viel Spass haben werden wie bei der Vorbereitung, dann lohnt sich der Aufwand allemal!

 

Am Samstag waren nach einem gigantischen Frühstück zwei Reitstunden angesagt; trotz des schönen Wetters blieben wir in der Halle, denn die Kribbelmücken haben das Rheintal bereits fest im Griff und wegen des schlechten Wetters im Mai waren die Schulpferde auch noch nicht auf dem Platz geritten worden. Vor der Stunde war Schrubben angesagt, denn die Stuten suhlten sich auf der Weide im Schlammloch und konnten in ihrem Kleid auch kaum auseinandergehalten werden; glücklicherweise fanden dann alle unter dem Dreck ihr richtiges Pferd. Während die "Neuen" sich dann an die tollen schwungvollen Pferde gewöhnten und von Claudia in  den Basics des Dressurreitens abgefragt wurden, so musste Manu mit Tanger insbesondere Kurzkehrt und Schrittpirouetten üben. Das schwül-warme Wetter und die Konzentration beim Unterricht forderten ihren Tribut: Abends waren wir alle  fix und fertig und Aline schlief gar auf dem Sofa ein. Da aber die mitgebrachten Flaschen Wein nicht wieder mit nach Bern zurückgeschleppt werden wollten, gaben Manu und Martina nochmals richtig Gas und freuten sich zu später Stunde mit Deutschland über den Sieg von Lena beim Eurovisions-Song Contest.

 

Sonntag morgen mussten dann alle wieder früh raus und zur letzten Stunde antraben. Inzwischen gabs wieder Aprilwetter und auch der Muskelkater vom Samstag zeigte sich bei den ersten ReiterInnen. Nicht so bei Aline: sie packte gleich noch eine Sitzlonge auf Destiny drauf. Nach dem Mittag hiess es dann leider schon wieder Abschied nehmen, aber das nächste Weekend im Oktober ist ja schon gebucht. Und mal wieder zeigte sich, dass Dressurreiten viel anstrengender ist als gedacht...der Muskelkater war fieser als beim Springreiten eine Woche zuvor, obwohl wir "nur" drei Reitstunden hatten.

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